Flow oder von Fluß und Zeit

Aktualisiert: 2. Mai 2020

Der Fluß fließt. Egal was ist. er fließt zum Meer.

Er sucht sich seinen Weg.

Er nimmt alle Biegungen und Krümmungen an.

Er ist auf dem Weg, er bahnt ihn sich und er ist schon da.

Er drängt und fließt.

Er ist.

Die Zeit, wie wir Menschen sie uns konstruieren ist in spiritueller Wahrheit nicht vorhanden. Zeit existiert nicht, kann unser Verstand aber nicht begreifen, wir brauchen das Konstrukt einer Zeitlinie. Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Doch was ist das?

Ich habe meine Antworten erhalten, doch kann ich dir nicht dein eigenes Wissen geben, du musst es in dir selbst herausfinden.

Schließ die Augen und sinniere über die Zeit. Frag dich ganz ehrlich. Was ist das?

Deine Vergangenheit? Eine Anhäufung von Erinnerungen. Vielleicht auch von Verletzungen.

Was ist die Zukunft? Eine Vorstellung von möglichen Erwartungen, von Eventualitäten.

Und was ist die Gegenwart? Das Jetzt.

Atme ein. Atme aus.

Was bist du? Was ist? Du bist nur und ausschließlich Jetzt.

Es ist das Einzige, was wirklich ist.

So lange du aber mit deiner ungelösten Vergangenheit beschäftigt bist, an Mustern und alten Gedanken festhälst, bist du nicht vollständig hier im Jetzt. Du gehst vor und zurück von Vergangenheit, die belastet, in Zukunft, die mögliche Sorgen bereit hält.

Doch was ist Jetzt?

Was fühlst du, wenn du dich genau auf den jetzigen Moment einlässt.

Wenn du alles, was je war und alles, was je sein wird, vollkommen loslässt.

Dann bist du ganz. Ganz da. Ganz frei. Ganz leicht. Vollkommen.

Wenn ich dir nun von mir erzähle und was mich hierhergebracht hat und wie es mich weiterführt, in der´vermeintlichen Zeit, die wir als Menschen hier erleben, dann wirst du mich womöglich für leichtsinnig, verantwortungslos oder verrückt erklären.

Ich kann das nachvollziehen, denn solange du aus dem Ich, das du gelernt hast hier zu sein, reagierst, ist das dein Blickwinkel. Es ist das, was wir verinnerlicht und gelernt haben.

Falls das der erste Beitarg ist, den du von mir liest, spring zurück in der Zeit und lies meine Texte chronologisch, denn auch wenn jeder für sich vollständig ist, so kannst du doch die Entwicklung und den Prozess der hinter diesem einen Beitrag steht, anders nachvollziehen und fassen. Ich biete dir alles, was ich weiß, alles, was ich bin. Mich - ganz.

Und um dich mitzunehmen und dir das zu geben, öffne ich mich und teile mich.

Und erzähl dir von mir:

Ich habe drei Kinder. Ich habe mich nach vielen unglücklichen Jahren getrennt, weil mir mein Leben irgendwann zu schade war, es unglücklich weiterzuleben.

Ich habe drei Kinder. Ich habe den Schritt gewagt und meinen sicheren Job aufgegeben, weil mein Herz ausschließlich nur noch das machen wollte, was es zu geben hat.

Ich habe drei Kinder. Ich habe einfach meine Wohnung gekündigt, weil ich eines Morgens aufwache und die Entschedinug gefallen ist, ohne ersichtliche äußere Umstände.

Nur weil es das Leben selbst will. Nur weil die Zeit für Neues gekommen ist.

Denn das Leben ist nicht Stillstand, es ist der dauernd fließende Fluß.

Der willl nicht still stehen, er kann es nicht.

Er ist, was er ist und alles, was ich tue, ist in diesem Sein zu verschmelzen.

Es ist mein Sein.

Und es ist mir nur möglich, mich so fallen zu lassen, weil ich vollkommenes Vertrauen gefunden habe. Weil ich innen gelöst habe, was sich nun im Leben zeigt.

Und nein ich habe keine Sicherheit im Außen. Ich habe keinen Plan, den hat nur das Leben selbst. Ich habe nur das Wissen, dass ich sicher bin.

Ja, ich habe drei Kinder. Und weißt du, was ich tue?

Ich zeige ihnen, was Liebe ist, was Leben ist. Was Vertrauen ist.

Irgendwas hat dich hierhergezogen, dies zu lesen, auch wenn es scheint, als stolperst du vielleicht zufällig über diese Worte hier. Du wohnst womöglich in deinem großen Haus.

Mit viel Arbeit, Fleiß und harter Anstrengung hast du dir das alles aufgebaut, hast so viel dafür gegeben und denkst vielleicht, wenn du diese Zeilen liest, dass dies die Ausgeburt der egoistischen Selbstfindung sei. Denn he, Kinder brauchen doch Stabilität, Sicherheit, die brauchen doch Verlässlichkeit.

Ich verstehe diese Gedanken, ja, und ich bewerte deine Haltung nicht.

Es ist die Erfahrung, die du möglicherweise zum jetzigen Zeitpunkt machst.