Projektion

Aktualisiert: Okt 9

Ich liebe mein Buch.

Ich liebe jedes Wort, das ich geschrieben habe.

Ich liebe es, weil ich es für dich geschrieben habe.

Und weil ich es so liebe, will ich es nun auch mit einer kleinen, feinen Druckerei auf dem schönsten Papier für dich drucken lassen, um es dir mit ganz persönlichen Worten direkt zuzusenden. Ahhh, ich liebe es zu wissen, du hälst mein Buch in der Hand und es dient dir. Dich zu heilen, dich anzuschauen. Zu lieben. Zu befreien. Dich zu erinnern.

Allerdings muss ich auch damit rechnen, dass du es nicht so toll findest, wie ich.

Dass es dich nicht berührt. Dass du nicht fühlst, was ich fühle. Dass du es ablehnst, es dir nicht gefällt. Du es schlichtweg nicht magst. Klar. Bücher sind ja auch Geschmackssache.

Ist ok. Und ich muss einfach damit klarkommen, dass neben all den liebevollen und dankbaren Rückmeldungen, auch solche auftauchen, die sich kritisch mit dem auseinandersetzen, was ich da so von mir gebe. Ist auch ok. Ich könnte es ja so halten wie Woody Allan und meine Rezensionen einfach nicht lesen – danke für den Tipp von meiner Buchdesignerin, die viel, viel Liebe und Arbeit in das Projekt gesteckt hat. Damit verzichte ich dann aber auch auf all die schönen Worte, die zu mir zurückkommen. Und die mein Herz lächeln lassen. Außerdem gibt es ja durchaus auch Kritik, die wirklich gut ist. Die dich lehrt, dich weiterbringt. Oder dir halt Stellen in deinem Bewusstsein aufzeigt, die selbst noch zweifeln, selbst noch kritisch und nicht liebevoll und nicht im göttlichen Einklang sind.

Dann sind diese kritischen Gedanken von Außen ein Geschenk.

Ein Geschenk dich zu verbessern, dich mehr zu lieben.

Wenn nun aber einzelne Meinungen auftauchen und dich sehr persönlich und direkt versuchen anzusprechen und deine Stimme, die du nutzt, als wenig wahrhaftig abtun, dann dienst du nicht, in dem du diesen Menschen eine Projektionsfläche bietest.

Frieden bietet keine Möglichkeit zum Angriff. Ganz einfach.

Dass ich nun heute die Lust verspüre, diesen Text zu schreiben verdanke ich aber genau solch einer Erfahrung. Und die will ich mit dir teilen, so wie ich alles mit dir teile.

Hier gibt es nicht meins und deins. Hier existiert nur EINS.

Und meine Stimme ist die eine Stimme. Die, die auch du hast.

Die, die von der Liebe spricht. Die, die Frieden ist.

Und ob diese Stimme nun den Namen von Jesus trägt, von Helga, von Uwe, von Veit, von Buddha, von Martin, Lisa oder Lara, ist egal. Diese Stimme sagt immer nur das EINE.

Denn nur das ist es, was eben jeder findet, der ganz zu sich geht.

Und dann kann sich diese Stimme ausdrücken, mit ihren ganz eigenen Worten, so wie die Stimme es eben durch Martin oder Helga oder Jesus tun möchte.

Und das ist, was gehört werden will. Das ist es, was dein Herz erfreut und das ist es, was das Herz deines Gegenübers berührt. Und wenn es das nicht tut, ist es ok. Nicht dein Job. Du gibst nur das, was du hast. Und das reicht. Was ein anderer damit macht liegt nicht in deiner Verantwortung. Du wählst für dich Frieden und damit hast du alles getan.

Ahhhh. Erleichternd. Friedlich.

Und um mich selbst zu zitieren:

"NIemand hat es verdient, deine Projektionsfläche zu sein."

So hey - dont hate, meditate. Hab ich mal wo gelesen.

Kommt bestimmt von Gott. Wie alles, was gut ist.

Peace.



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